Hochschule Luzern – Design Film Kunst

ReWork

Lagerstrasse 10
8004 Zürich
rework.ch
Autor:in: Max Furrer
Besuch: 12.06.25
Rework entstand vor 30 Jahren, als Secondhand-Kleidung noch verpönt waren – mit der Idee, bestehende Kleider als Ressource für neue Schnittmuster zu nutzen. Geschäftsführer Kaspar Schläppi erklärt uns die Firmenphilosophie und die Hintergründe von Rework.
Strategie
  • Kreislaufwirtschaft
  • Konsistenz
  • Wiederverwendung
Material
  • Urbane Orte als Rohstofflager
Energie
  • Wasserfussabdruck
  • Energieverbrauch
Soziale Nachhaltigkeit
  • Arbeitsbedingungen
Instandhaltung
  • Wartung und Reparatur
Verwertung
  • Upcycling
Die Fast Fashion Industrie produziert Unmengen an Textilmüll mit gravierenden Folgen für die Umwelt. Die Wiederverwendung und Wiederverwertung sind wichtige Ansätze, um den heutigen Umgang mit Ressourcen und das Konsumbewusstsein zu verbessern. Rework zeigt eine alternative Lösung im Umgang mit benutzten Textilien. Nebst kleinen Mengen von Secondhand-Kleidern befasst sich das Bekleidungsunternehmen Rework insbesondere mit der Fertigung von Kleidern aus alten Vintage-Kleidungsstücken. Die Designer:innen von Rework gestalten aus Secondhand-Kleidern und textilen Resten neue Kleidungsstücke. Da die verfügbaren Ressourcen sehr unterschiedlich sind, wird jedes Stück dadurch zum Unikat. Durch die Anwendung einheitlicher Schnittmuster gelingt es dennoch, eine einheitliche Kollektion zu gestalten, bei der die flexible Anpassung an sich verändernde Trends möglich ist. So schneidert Rework beispielsweise aus Secondhand-Levis-Jeans in Grösse 42 „neue" Levis-Jeans in Grössen zwischen 27 und 33. Da die Kleidersortierung in der Schweiz zu teuer ist, werden die Textilien in Sortierwerken im Ausland verarbeitet. Rework beschäftigt Mitarbeitende in Indien und Thailand, die für die Sortierung, das Waschen und das Schneidern zuständig sind. Dadurch kann Rework Arbeitsbedingungen und Löhne selbst bestimmen und soziale Nachhaltigkeitskriterien konsequent umsetzen. Eine Herausforderung für Rework besteht darin, dass sich aus gebrauchten Textilien nur kleinere Stoffstücke gewinnen lassen. Deshalb fokussiert sich das Unternehmen auf Kleidergrossen bis maximal L. Dadurch schränken sie jedoch ihre Zielgruppe ein und schliessen gewisse Körpergrössen aus. In ihren Läden bietet Rework gratis Reparaturleistungen an, um die Lebensdauer von Kleidung zu verlängern. Zudem möchten sie in Zukunft eine Qualitätsmarke im High-End-Segment aufbauen, die eine bessere Qualität als die Vintage-Ausgangstextilien verspricht.